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Die Posamentenindustrie im sächsischen Erzgebirge

"Wie viele andere Industrien, so ist auch die erzgebirgische Posamentenindustrie in ihren Anfängen auf den Niedergang anderer Erwerbszweige zurückzuführen. Es war der blühende Bergbau seiner Zeit, welcher allmählich im Erzgebirge zurückging.

Die Bevölkerung musste sich nach anderen Erwerbsquellen umsehen. Unter den verschiedenen Gewerben wurde die Bortenwirkerei besonders lebhaft betrieben, woraus sich im Laufe der Jahrhunderte die so weltbedeutende Posamentenindustrie entwickelte.

Die Bortenwirkerei entwickelte sich im 15. Jahrhundert, denn es wurden seidene Bänder, Tressen, Borten sowie Schnüre bei männlicher und weiblicher Kleidung verarbeitet.

So ist nachgewiesen, dass neben Hausierern aus süddeutschen Großstädten vor allem Schotten feine seidene und schwere kunstvolle Borten, in Gold und Silber gewirkt, an vornehme Frauen verkauften, während einfache Borten von Annaberger Frauen auf der Bortenlade gewirkt wurden.

Im Laufe der Zeit stellten die Posamentierer selbst die von auswärts eingeführten teuren Borten her.Die Produktion hatte den örtlichen Bedarf bald überschritten. Viele Bergleute erlernten das Bortenmachen, da Mitte 16. Jahrhunderts der blühende Annaberger Bergbau an Kraft verlor.

Die Schotten und Niederländer nahmen sich des Borten- und Spitzenhandels an und erschlossen damit für Annaberg neue Absatzgebiete. Allmählich entwickelte sich hier ein Kaufmannsstand für den Handel, welcher sich über das gesamte Obererzgebirge und darüber hinaus ausdehnte.

Die Posamentenerzeugnisse wurden vielfältiger und kunstvoller, ständig wurden neue Muster entworfen, so dass die Posamenten im In- und Ausland konkurrenzfähig wurden.

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Posamentenindustrie im Erzgebirge