Idenity Graphic
Start
Posamenten
Kontakt
Impressum

Was ist eine Posamente?

Posamente kommt aus dem französischen und ist eine Sammelbezeichnung für schmale Textilerzeugnisse. Darunter sind alle Arten von Besatz- und Schmuckartikel, wie Borten, Fransen, Quasten, Schnüre, sowie Flecht- und Schlungwerk zu verstehen. Hinzu kommen noch Tressen und Litzen.

Wie alte Reliefs mit prachtvollen Borten-, Fransen- und Quastenschmuck an Kleidern und der Innendekoration zeigen, kam das Posamentengewerbe schon im alten Ägypten zu hoher Blüte. In der altchinesischen Hochkultur wie auch im Perserreich bei den Medern und Israeliten verwendete man Posamenten jeglicher Art  zur Verzierung  von Kleidung und Wohntextilien.

Im Mittelalter entwickelte sich das Posamentiererhandwerk vor allem in Frankreich und Italien, in Süddeutschland sowie im sächsischen Erzgebirge.

Heute ist diese schöne Kunst, die ein sehr hohes Maß an handwerklichen Fertigkeiten erfordert, in allen entwickelten Ländern weit verbreitet.

In enormer Vielfalt hinsichtlich Materialeinsatz, Form und Dessinierung werden Posamenten bis zum heutigen Tag handwerklich und maschinell hergestellt. Bekannte Fertigungsgebiete sind Lyon (Frankreich), Corno (Italien), Wuppertal und Annaberg-Bucholz (Deutschland).

Wie wird die Posamente hergestellt?

Die Herstellung von Posamenten erfolgt in zwei Stufen. Dazu bezeichnet man alle Arten von Halbfabrikaten, die der weiteren Verarbeitung zur Posamente bedürfen, als Vorware. Hierzu gehören Biesen, Chenillegarne, Effektgarne, Gimpen, Kordeln, Litzen, Schnüre usw. .

Die Hauptarbeit erfolgt auf Häkelgalonmaschinen oder Bandwebautomaten, sowie auf Klöppelmaschinen.

Neben der industriellen Fertigung gibt es auch heute noch Posamenten, welche überwiegend in Handarbeit hergestellt werden. Dies sind vor allem Einzelanfertigungen nach individuellen Wünschen.

Posamentierer-Innung
Posamente
Posamentenschauwerkstatt
Posamentenfirmen in Schlettau
Posamentenindustrie im Erzgebirge